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Digitalisierung

WhatsApp, Excel und Übergabebuch im Hotel – wo Informationen im Alltag verloren gehen

Viele Hotelbetriebe organisieren ihren Alltag über eine Mischung aus Messenger-Gruppen, Tabellen und Papier. Das funktioniert – bis es genau dann nicht funktioniert, wenn es darauf ankommt.

Kaum ein Hotelbetrieb entscheidet sich bewusst für Chaos. Trotzdem laufen erstaunlich viele operative Abläufe über Werkzeuge, die eigentlich nie dafür gedacht waren: WhatsApp für dringende Absprachen, Excel für Zimmerlisten oder Wareneingang, Papier für die Schichtübergabe. Jedes dieser Werkzeuge löst im Moment ein konkretes Problem – gemeinsam entsteht daraus aber ein Betrieb, in dem niemand mehr genau weiß, wo eine Information gerade steht.

WhatsApp: schnell, aber ohne Struktur

Messenger-Gruppen sind beliebt, weil sie niedrigschwellig sind – jeder kennt sie, jeder kann sofort schreiben. Das Problem liegt nicht in der Geschwindigkeit, sondern in der fehlenden Struktur: Eine wichtige Meldung steht zwischen einer Terminabsprache und einem Feierabendgruß. Nach ein paar Stunden ist sie aus dem sichtbaren Bereich verschwunden, ohne dass jemand bewusst entschieden hat, sie zu ignorieren. Es gibt keinen Status, keine Zuständigkeit, keine Nachverfolgung – nur eine Nachricht, die irgendwann untergeht.

Excel: gut für Zahlen, schwach für Abläufe

Tabellen sind hervorragend geeignet, um Daten zu strukturieren. Für laufende Prozesse – wer bearbeitet gerade was, was ist der aktuelle Stand, wer wurde informiert – sind sie schlecht geeignet. Excel-Listen leben von manueller Pflege: Sie sind nur so aktuell wie die letzte Person, die daran gedacht hat, sie zu aktualisieren. In einem Betrieb mit mehreren Schichten und Abteilungen wächst damit das Risiko, dass zwei Personen mit unterschiedlichem Wissensstand arbeiten.

Das Übergabebuch: verlässlich, aber nicht auswertbar

Das klassische Übergabebuch hat einen echten Vorteil: Es zwingt zu einem bewussten Moment der Weitergabe. Der Nachteil ist die fehlende Struktur danach. Ein handschriftlicher Eintrag lässt sich schwer durchsuchen, nicht auswerten und nicht mit anderen Vorgängen verknüpfen. Ob ein offener Punkt aus der letzten Woche tatsächlich erledigt wurde, lässt sich oft nur durch Nachfragen klären.

Das eigentliche Problem: drei Wahrheiten gleichzeitig

Wenn Informationen über mehrere getrennte Kanäle laufen, entstehen fast zwangsläufig unterschiedliche Versionen derselben Realität. Die Rezeption weiß etwas, das im Übergabebuch nicht steht. Die Technik hat eine WhatsApp-Nachricht gesehen, von der Housekeeping nichts weiß. Niemand handelt böswillig – aber jede Abteilung arbeitet mit einem leicht anderen Ausschnitt der Wahrheit.

Was ein gemeinsamer digitaler Arbeitsbereich anders macht

Der Unterschied liegt nicht darin, „mehr Technik“ einzusetzen, sondern darin, einen einzigen verbindlichen Ort für einen Vorgang zu schaffen. Eine Meldung, eine Aufgabe oder eine Übergabe existiert dann genau einmal – mit Status, Zuständigkeit und Verlauf – statt in drei parallelen, sich widersprechenden Versionen. Das reduziert nicht den Aufwand für den einzelnen Eintrag, sondern die Zahl der Nachfragen, Missverständnisse und doppelten Arbeit danach.

BEMA Orbit

Ein gemeinsamer Arbeitsbereich statt drei getrennter Kanäle.

Aufgaben, Meldungen und Übergaben bleiben bei BEMA Orbit an einem Ort – nachvollziehbar für alle Beteiligten.

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